Berufsbezeichnung - Physiklaborant/-in

Physiklaborant/-in

Physiklaboranten und -laborantinnen führen physikalische Messungen und Versuchsreihen durch. Sie bauen Versuchsanlagen auf, bereiten Messungen bzw. Versuche vor, führen sie durch und dokumentieren sie.

Physiklaboranten und -laborantinnen arbeiten in erster Linie

  • in Labors
  • in Werkstätten

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • in Büroräumen

 

Aufgaben und Tätigkeiten

Physiklaboranten und -laborantinnen ermitteln durch Versuche oder Messreihen die Eigenschaften von Werkstoffen und Systemen. Hierfür erstellen sie den Versuchsaufbau und führen den Versuch mithilfe rechnergesteuerter Messeinrichtungen durch. Die gewonnenen Ergebnisse dokumentieren, analysieren bzw. interpretieren sie und bereiten sie z.B. für Physiker/innen oder Entwicklungsingenieure und -ingenieurinnen auf. Zudem warten sie die technischen Versuchs- und Prozessapparaturen und halten sie instand.

 

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Persönlich mitbringen solltest du:

  • Beobachtungsgenauigkeit (z.B. für das Erkennen von Materialveränderungen bei physikalischen Versuchsreihen)
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Arbeiten mit Messgeräten, beim Feststellen der Zug- und Bruchfestigkeit von Werkstoffen)
  • Technisches Verständnis (z.B. Instandhalten von Geräten und Versuchsaufbauten)

 

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie sie Laborgeräte aus den unterschiedlichsten Materialien, z.B. Glas, Porzellan und Metall, zum Aufbewahren, Lagern, Trennen, Vereinigen und Reinigen von Arbeitsstoffen einsetzen
  • Arbeitsstoffe zu kennzeichnen und z.B. mit Säuren und Salzen sowie mit organischen Lösemitteln umzugehen
  • welche physikalischen und chemischen Methoden der Stofftrennung, -vereinigung und -reinigung es gibt
  • wie sie Spannung, Widerstand und Stromstärke messen sowie Schaltungen anfertigen und Geräte montieren
  • wie man mikrobiologische Arbeitstechniken anwendet, z.B. Sterilisation und Desinfektion
  • welche Maßnahmen zum Schutz vor Korrosion und Verschleiß zu ergreifen sind
  • wie man die Mechanik von Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen charakterisiert, Kräfte bestimmt und berechnet sowie elastische Größen bestimmt
  • wie man Messungen und Berechnungen zur Wärmeausdehnung durchführt
  • welche Sicherheitsmaßnahmen zum Strahlenschutz es gibt und wie man sie anwendet
  • wie man Computer zur Lösung labortechnischer Aufgaben einsetzt, z.B. zur Steuerung, Messdatenerfassung und -auswertung

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, www.berufenet.arbeitsagentur.de

Einzelheiten zum Berufsbild